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Die UniBrennt!Bewegung Innsbruck ist umgezogen und hat ihr Zentrum nun im ehemaligen GeiWi-Café bezogen. Projekte und ähnliches sind damit aber nicht beendet - shr seid natürlich herzlich eingeladen, euch (weiterhin) an den Plena und in den AGrus (Arbeitsgruppen) aktiv zu beteiligen. Für aktuelle Informationen/Termine steht nach wie vor die Homepage www.sowimax.at auf Abruf bereit.

Auch könnt ihr natürlich gerne eurer (F)StV Bildungs-/Erziehungswissenschaft(en) unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. eure Probleme, Vorschläge und Ideen mit und für das Studium/die Studienordnungen und –pläne schicken.

Die AGru kritische Universität, deren Ziel es ist, zusätzliche, kritische LVen für das SoSe2010 zu sammeln und mit den vom Rektorat zugesagten Geldern zu finanzieren, ruft zum Endspurt für LV-Vorschläge auf!

Ihr habt Ideen und Vorschläge für eine LV, die angeboten werden sollte? Ihr habt schon eine/n Lehrende/n und ein Thema dafür gefunden? Oder vielleicht wollt Ihr Euch lieber mit Mitstudierenden in einem selbstorganisierten Seminar mit einem bestimmten Thema auseinander setzen?

Dann postet den Vorschlag unter http://freiebildung.ning.com/ oder schreibt direkt an die AGru unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bis 15. Januar 2010.

Einige Möglichkeiten, Euer Studium mitzugestalten, sind auffindbar. Sie warten nur darauf, wahrgenommen zu werden!

 
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Wir freuen uns, euch über die Unterstützung von Frau Peskoller informieren zu können, die sich dafür eingesetzt hat, dass Studierende, die sich an den Protesten aktiv beteiligen, von der Anwesenheit in Lehrveranstaltungen entbunden werden.

Betreffend Trittbrettfahrer: Wir können und wollen keine konkreten Kontrollmöglichkeiten benennen. Sicherlich kann diese Situation von ein paar Studierenden ausgenutzt werden, aber wir sind überzeugt, dass der Großteil der Studierenden auch ohne Anwesenheitspflicht aus Interesse an den Lehrveranstaltungen teil nimmt und nehmen wird und somit auch die aktuelle Situtation der Proteste nicht negativ ausnützt.

Alle internen sowie externen Lehrenden wurden über diese Handhabung informiert.

 

 
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PRESSEAUSSENDUNG

Betrifft: Stellungnahme der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Innsbruck anlässlich der Proteste der Studierenden an Österreichs Universitäten

Die Mitglieder der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Innsbruck haben in einer Fakultätsversammlung am 4. November 2009 folgende Stellungnahme zur Weiterführung der öffentlichen Diskussion verabschiedet:

(1) Die Institution der Universität befindet sich seit Jahren in einer ernsten Krise. Die Fakultät für Bildungswissenschaft begrüßt nachdrücklich, dass durch die Proteste der Studierenden diese Krise zu Bewusstsein gebracht wird und eine politische Auseinandersetzung in Gang kommt. Alle Statusgruppen, Studierende, allgemeines Personal, wissenschaftliche Assistent/innen und Professor/innen, sind grundlegend davon betroffen und in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Die Krise betrifft nicht nur Universitäten und Hochschulen, sie ist Ausdruck allgemeiner Zusammenhänge. Die Universität kann dabei als Seismograph für die Situation im gesamtgesellschaftlichen Raum betrachtet werden.

(2) Worin besteht die Krise? Die Universität kann aufgrund einer Reihe von Entwicklungen der letzten Jahre ihrer eigentlichen Aufgabe immer weniger nachkommen: Ein Ort autonomer Bildung, Forschung und Lehre, der Kritik und der reflektierten Wissensentwicklung zu sein. Dies betrifft die Bildungswissenschaften in einer besonders problematischen Weise. Die zentralen Gründe für diese Entwicklung sind

• die Verknappung von Ressourcen bei gleichzeitiger Erhöhung der Anforderungen und Erwartungen,

• der Abbau jener Strukturen politischer Kommunikation in der Universität, die einer demokratischen Gesellschaft angemessen sind,

• die Tilgung der Idee der Universität als „Anstalt höherer Bildung", zugunsten einer institutionellen Entwicklung, die einseitigen Verwertungsinteressen dient, Studium und Lehre curricular verengt und einem instrumentellen Menschenbild verpflichtet ist.

(3) Es gilt diese Krise zu nutzen. Erstens, um notwendige Kritik an den bestehen-den gesellschaftlichen Verhältnissen – und den dadurch forcierten Verhältnissen in der Universität – zu formulieren. Zweitens geht die durch die Proteste der Studierenden öffentlich gewordene Krise mit der Chance zur Selbstkritik einher. Die Fakultät für Bildungswissenschaften versteht den Protest der Studierenden als legitime Auffor-derung, kritisch auf die schwierigen Verhältnisse aufmerksam zu machen, unter denen in weiten Teilen der Universität gelehrt und gelernt, geforscht und gearbeitet wird, sowie als Aufruf, Alternativen zu entwerfen und einzufordern. Die Fakultät wird sich zugleich aber auch selbstkritisch mit der Frage auseinandersetzen, welche Verant-wortung ihr selbst für das Entstehen, das Bewahren und Verändern der krisenhaften Situation zukommt.

Die gegenwärtige Situation ist eine Chance, (selbst)kritisch im öffentlichen Diskurs darüber nach- und vorzudenken, welche Universität es braucht:

• um mit wissenschaftlicher Expertise den anstehenden Herausforderungen in allen Gesellschaftsbereichen reflexiv und handlungsfähig begegnen zu können,

• um ein angemessenes Verhältnis zwischen kritisch-reflexiver Bildung und handlungs-orientierter Ausbildung zu finden,

• um eine lebendige gesellschaftliche Auseinandersetzung zur Idee von Bildung mit zu gestalten.

Die Bildungswissenschaften sind in doppelter Weise von der Krise und der Kritik betroffen – sie sind Teil der Universität und zugleich sind sie für Bildung und Erziehung fachlich zuständig. Die Mitglieder der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Innsbruck bringen ihre wissenschaftliche Expertise ein, um sich dieser Verantwortung zu stellen und diese Chance zu nutzen.

 

 

 
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